Quantencomputing und Energienetze: Projekt »QuGrids« erhält Förderung

Das Projekt »QuGrids« (Quantum-based Energy Grids), eine Kooperation des Forschungszentrums Jülich GmbH, der Westfälischen Universität Münster, des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT und der RWTH Aachen, erhält eine Förderungen vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft im Rahmen des Programms „Profilbildung“.

Die Planung und der Betrieb von Energienetzen setzen hohe Rechenleistungen voraus: um die Versorgungssicherheit dieser kritischen Infrastruktur in der Praxis bestmöglich zu gewährleisten, müssen diverse Störfälle und Szenarien laufend durchgerechnet werden. Mit zunehmender Komplexität der Erzeugungs- und Verbrauchsstrukturen stoßen die simulativen Untersuchungen an die Grenzen der vorhandenen Rechenkapazität.

Das Ziel im Projekt QuGrids ist es zu erforschen, wie die Nutzung von Quantentechnologien die Planung und den Betrieb von Energienetzen verändern können. Alle beteiligten Institutionen führen bereits international anerkannte Aktivitäten im Bereich der Energie- und Quantentechnologien durch. Durch das Projekt soll die Wertschöpfung an der Schnittstelle dieser beiden Disziplinen realisierbar werden. Auf diese Weise kann sich NRW als ein führender Knotenpunkt in diesem Bereich etablieren, der Hochschulen, Forschungsinstitutionen und private Unternehmen miteinander verbindet.

 

QuGrids stützt sich auf drei Säulen.

Als erstes werden das Potenzial und bestehende Schwächen von Quantentechnologien im Bezug auf Energienetze bewertet. Neben der Entwicklung beispielhafter Anwendungsfälle, wird ein Forschungs- und Entwicklungsfahrplan festgelegt.

Da der Umfang von QuGrids nur die ersten Aktivitäten in diesem Bereich abdecken kann, wird von Beginn an angestrebt, die Untersuchungen in Verbindung mit bestehenden Aktivitäten an den Institutionen auszulegen, um so die größtmögliche Wirkung des Projekts zu entfalten.

Nicht zuletzt bilden qualifizierte, starke und wettbewerbsfähige Arbeitskräfte die Grundvoraussetzung für die nachhaltige Etablierung eines solchen interdisziplinären Bereichs. Daher liegt ein weiterer Fokus auf der Erstellung von Lehr- und Ausbildungsmaterialien für die Personalentwicklung. Dadurch soll die Ausbildung einer neuen Generation von Wissenschaftlern unterstützt werden, die anstehende Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in Zukunft weiterführt.

 

 Hier finden Sie den Link zur Pressemitteilung des Landes Nordrhein-Westfalen.