Hintergrund
Die Energiewende erfordert den souveränen Datenaustausch zwischen heterogenen Akteuren wie Netzbetreibern, Prosumern, Aggregatoren und weiteren Marktteilnehmern unter Wahrung von Datenhoheit, Nachvollziehbarkeit und regulatorischer Konformität (z.B. mit GAIA-X, IDSA, EnWG §21). Dataspace-Architekturen auf Basis von Eclipse EDC adressieren diese Anforderungen durch standardisierte Verträge, Policy-Durchsetzung und dezentrale Identitäten. Die Re4DE-Referenzimplementierung stellt alle Komponenten eines Dataspace-Teilnehmers bereit. Bislang existiert jedoch nur ein local Setup auf einer einzelnen Maschine, die eigentliche Stärke eines Dataspace, nämlich die verteilte Kommunikation zwischen unabhängigen Teilnehmern über Netzwerkgrenzen hinweg, ist damit nicht demonstrierbar.
Ohne eine reproduzierbare, dokumentierte Remote-Deployment-Architektur bleibt der Nachweis von Interoperabilität, DCP-Handshake-Verhalten über reale Netzwerke, DID-Auflösung über Hosts hinweg und Policy-Durchsetzung in verteilten Szenarien offen.
Übergeordnetes Ziel ist die Umsetzung und systematische Evaluation einer verteilten Deployment-Architektur für Re4DE, in der mindestens zwei Connector-Instanzen auf getrennten Hosts über die Dataspace-Protokolle (DSP/DCP) kommunizieren, Verträge aushandeln und einen realistischen Energie-Datensatz (z. B. MaStR-Auszug) souverän austauschen.