Prof. Weihan Li verstärkt das Fraunhofer-Zentrum Digitale Energie
Das Fraunhofer-Zentrum Digitale Energie erweitert seine Kompetenzen um das Themenfeld Batteriesysteme: Prof. Weihan Li vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen University wird künftig am Zentrum eine neue Gruppe im Bereich »KI und Digitalisierung von Batteriesystemen« aufbauen.
Prof. Li forscht zu datengetriebenen und KI-basierten Methoden für Batteriesysteme – von der Zustandsdiagnose und Lebensdauerprognose einzelner Zellen bis zum intelligenten Betrieb großer Speichersysteme. Mit der neuen Gruppe wird gleichzeitig die Zusammenarbeit mit dem CARL (Center for Ageing, Reliability and Lifetime Prediction of Electrochemical and Power Electronic Systems) der RWTH Aachen University weiter gestärkt, das über eine europaweit herausragende Infrastruktur für die Untersuchung von Batterie- und Leistungselektroniksystemen verfügt.
»Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein eines flexiblen Energiesystems. Entscheidend ist, ihren Zustand und ihre Leistungsfähigkeit präzise zu erfassen und die verfügbaren Daten mit KI so zu nutzen, dass Batteriesysteme sicher, effizient und vorausschauend betrieben werden können. Am Fraunhofer-Zentrum Digitale Energie wollen wir diese Perspektive von der einzelnen Batterie bis in das Energiesystem hinein weiterentwickeln.«
Prof. Weihan Li, ISEA / CARL, RWTH Aachen University
Vom Netzbetrieb zur Flexibilität auf Anlagenebene
Bisher lag der Fokus des Fraunhofer-Zentrums Digitale Energie in seinen Forschungsfeldern »Daten und KI«, »Automatisierung & Leittechnik«, »OT-/IT-Security«, »Digitale Infrastrukturen« und »Digitale Geschäftsmodelle« vor allem auf den Betreibern kritischer Infrastrukturen in den Sektoren Strom und Gas sowie auf Behörden und Aufsichtsinstanzen.
Für die zweite Phase der Energiewende gewinnt neben der Digitalisierung dieser zentralen Akteure vor allem die Interoperabilität zwischen den Stakeholdern der Energieversorgung an Bedeutung. Nur so entsteht ein intelligentes und effizientes Gesamtsystem. Mit der neuen Gruppe erweitert das Zentrum daher seine Perspektive konsequent um die Sichtweise von Anlagenbetreibern und Aggregatoren – für stationäre Speicher ebenso wie für die Elektromobilität. Genau in diesen Bereichen entsteht künftig ein wesentlicher Teil der Flexibilität im Energiesystem.
Mit dem Zugang von Prof. Li vereint das Fraunhofer-Zentrum Digitale Energie Digitalisierungs- und Security-Kompetenzen vom Netz- und Anlagenbetrieb bis hin zum Markt an einem Standort. Genau dies ermöglicht es, Digitalisierungsfragen der Energiewende nicht isoliert, sondern im Systemzusammenhang zu beantworten.
Eine Übersicht der Forschungsfelder sowie der beteiligten Institute und Ansprechpersonen finden Sie unter Forschungsfelder und unser Team.
Unser Angebot für Wirtschaft und Behörden
Das Fraunhofer-Zentrum Digitale Energie steht Unternehmen, Netz- und Anlagenbetreibern sowie Behörden in drei Rollen als Partner zur Verfügung:
- Forschung und Entwicklung – von der anwendungsnahen Vorlaufforschung bis zu bilateralen Innovationsprojekten
- Aus- und Weiterbildung – Qualifizierungsangebote für Fach- und Führungskräfte zu Digitalisierung, KI und OT-Security
- Testen und Prüfen – Untersuchung von Systemen, Komponenten und Prozessen in unseren eigenen Energie- und Digitallaboren
Mit der neuen Gruppe von Prof. Li erweitert sich dieses Angebot um die Batterie- und Speicherwelt.